Schulungen Grundlagen Zieloffener Suchtarbeit
(2 Tage)
Nächste Fortbildung Grundlagen ZOS (2 Tage) am 19.3. - 20.3.2026, online
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Haltung, Konzepte und Praxis Zweitägige Online-Schulung für Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen
Zieloffene Suchtarbeit stellt Autonomie, Selbstbestimmung und realistische Entwicklungsziele in den Mittelpunkt. In dieser praxisnahen Online-Schulung erwerben Sie fundiertes Wissen, reflektieren Ihre professionelle Haltung und lernen konkrete Methoden für die Umsetzung im Arbeitsalltag kennen.
Dauer: 2 Tage (Online)
Zielgruppe: Fachkräfte der Suchthilfe, Sozialarbeit, Beratung
Anbieter: Institut für innovative Suchtbehandlung und Suchtforschung Nürnberg (ISS)
Für wen ist diese Schulung?
Diese Schulung richtet sich an Fachkräfte, die:
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in der ambulanten oder stationären Suchthilfe arbeiten
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Menschen mit problematischem Substanzkonsum beraten oder begleiten
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mit abstinenzorientierten Vorgaben in Spannung stehen
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ihre Haltung und Praxis reflektieren und weiterentwickeln möchten
Warum Zieloffene Suchtarbeit?
Viele Menschen mit Suchterkrankungen erreichen klassische Angebote nicht oder brechen sie frühzeitig ab. Zieloffene Suchtarbeit:
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akzeptiert unterschiedliche Veränderungsziele
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reduziert Zugangsbarrieren
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stärkt Selbstwirksamkeit und Beziehung
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fördert Stabilisierung und Lebensqualität
Die Schulung vermittelt ein tragfähiges Verständnis dafür, wie Zieloffenheit fachlich begründet, ethisch reflektiert und praktisch umgesetzt werden kann.
Was Sie nach der Schulung können?
Nach Abschluss der zwei Tage:
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verstehen Sie die theoretischen Grundlagen Zieloffener Suchtarbeit
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reflektieren Sie Ihre professionelle Haltung im Spannungsfeld von Auftrag und Autonomie
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erarbeiten Sie mit den Betroffenen Konsum- und Zielvorstellungen ohne Abstinenzvorgabe
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setzen Sie konkrete Methoden der Zieloffenheit im Beratungsalltag ein
Methodik der Schulung
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Fachlicher Input
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Reflexionsübungen
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Arbeit an Praxisbeispielen
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Breakout-Gruppen im Online-Format
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Die Schulung ist bewusst dialogisch und praxisnah gestaltet
Inhalte & Ablauf
Tag 1 – Grundlagen, Haltung, Konsum- und Zielabklärung
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Einführung in die Zieloffene Suchtarbeit
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Menschenbild, Autonomie und Motivation
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Motivierende Gesprächsführung und ZOS
- Die Systematische Konsum- und Zielabklärung
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Üben an Fallbeispielen
Tag 2 – Hintergrund, Interventionen und Implementierung
- Wissenschaftliche Begründung der Zieloffenen Suchtarbeit
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Interventionsmatrizen zur Erreichung von Abstinenz, Reduktion, Schadensminderung
- Gesprächsführung im Rahmen der Interventionsplanung
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Implementierung im Team und in der Einrichtung
Alle Termine 2026
März
Zieloffene Suchtarbeit (2 Tage)
19.3. – 20.3.2026 (online) Teilnahmegebühr 375,00-€ (inkl. MwSt.)
Zieloffene Suchtarbeit (2 Tage)
26.3. – 27.3.2026 (vor Ort) Teilnahmegebühr 395,00-€ (inkl. MwSt.)
Juni
Zieloffene Suchtarbeit (2 Tage)
18.6. – 19.6.2026 (online) Teilnahmegebühr 375,00-€ (inkl. MwSt.)
Dezember
Zieloffene Suchtarbeit (2 Tage)
10.12. – 11.12.2026 (online) Teilnahmegebühr 375,00-€ (inkl. MwSt.)
Zieloffene Suchtarbeit (2 Tage)
17.12. – 18.12.2026 (vor Ort) Teilnahmegebühr 395,00-€ (inkl. MwSt.)
Referent:innen & Veranstalter
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Die Schulung wird durchgeführt vom
Institut für innovative Suchtbehandlung und Suchtforschung Nürnberg (ISS).
Das ISS verbindet wissenschaftliche Fundierung mit langjähriger Praxiserfahrung in der Suchthilfe und Fortbildung von Fachkräften.

Matthias Nanz
Geschäftsführunng ISS Nürnberg

Violetta Frank
Freie Mitarbeitein ISS Nürnberg
Organisatorische Informationen
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Format: Online (Videokonferenz – ZOOM)
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Umfang: 2 Tage à ca. 6–6,5 Stunden
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Teilnahme: mit Anmeldung
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Teilnahmebescheinigung: wird ausgestellt
- Teilnahmegebühren:
online 375 € inkl. MwSt
vor Ort 395 € inkl. MwSt. - Teilnahmeunterlagen: In der Teilnahmegebühr sind die Schulungsunterlagen für beide Tage sowie ein Kartensatz „Konsum- und Zielabklärung“ enthalten.
Bei Veranstaltungen vor Ort das Catering in Form von kalten und heißen Getränken sowie Snacks.
VERÖFFENTLICHUNGEN ZIELOFFENE SUCHTABREIT
| Körkel, J. (2023a). Geht da noch was? Innovationsbedarf in der Suchthilfe. Rausch. Wiener Zeitschrift für Suchttherapie, 12, 23-34.
| Körkel, J. (2023b). Selbstkontrollierter Substanzkonsum und Zieloffene Suchtbehandlung: Implikationen für die forensische Suchtbehandlung. Recht & Psychiatrie, 41, 9-16
| Körkel, J. (2023c). Zieloffene Suchttherapie – ein patientenorientierter Ansatz. Suchtmedizin, 25, 8-9.
| Querengässer, J., Baur, A., Bezzel, A., Körkel, J. & Schödl, C. (2023). Zieloffenheit in forensischer Suchttherapie – Alternativen zur impliziten Abstinenzorientierung sind rechtlich zulässig und therapeutisch sinnvoll. Recht & Psychiatrie, 41, 3-8
| Körkel, J. (2021a). Kontrolliertes Trinken. So reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum (3., überarb. Neuauflage). Stuttgart: Trias.
| Körkel, J. (2021b). Treating patients with multiple substance use in accordance with their personal treatment goals: A new paradigm for addiction treatment. Drugs and Alcohol Today, 21, 15-30.
| Körkel, J. (2022b). Psychopharmakologische und psychotherapeutische Behandlungsstrategien bei Sucht: Ergänzung oder Gegensätze? JATROS Neurologie & Psychiatrie, 20, 43-47.
| Körkel, J. & Wagner, T. (2021). Abstinenz oder kontrolliertes Trinken? Eine evidenzbasierte Betrachtung zur notwendigen Verhaltensänderung bei alkoholauffälligen Kraftfahrern. Blutalkohol, 58, 211-228.



